Samstag, 29. März 2014

Duathlonspaß

Heute hieß es früh aufstehen. Um 9:40 mussten wir im 10km entfernten Tuchenbach sein.
Das Crossrad war jetzt bereit für seinen ersten Einsatz mit mir - die Strecke ist dafür geeignet.
Mein Mann begleitete mich mit dem Rad und Ole durfte am Trailer mitfahren.
10km Anfahrt und wir waren schon mal gut aufgewärmt. Das Wetter war fantastisch. Gastgeberin Christine lief sich warm, während ihr Partner nochmal die Strecke abfuhr und die Markierungen checkte. Dann fuhren wir zum nahegelegenen Start. Es standen sogar ein Tisch und Stühle bereit und für die Kinder Gummibärchen und Schokolade.
Sie hatten sogar Startnummern organisiert - Wahnsinn! Einige bekannte Gesichter waren dabei von früheren privaten Rennen - einen privaten Duathlon hatten wir noch nicht.

Am Start waren 5 Frauen und 8 Männer. Ein Freund von uns war mit seiner Tochter zum Zuschauen gekommen - die Stimmung war super. Dann ging es los. Gegen Freundin Christine hatte ich beim Laufen keine Chance, sie hat x-mal in Roth mitgemacht und in Zofingen. Die andere Christine, die dabei war, hat eine Marathonbestzeit von 2:36 (Berlin). Ich wollte mich an Moni halten und dafür dass sie nur 1x die Woche läuft, wenn überhaupt, lief sie verdammt schnell los. Ich versuchte dran zu bleiben. Nach ca. 1km konnte ich überholen. Freundin Christine hatte ich immer im Blick - gar nicht so weit weg wie ich dachte - wir sind noch nie zusammen gelaufen. An der Wendeschleife rief sie mir ein anerkennendes "Super, Manu" entgegen. Beim Wechsel aufs Rad musste ich die Schuhe wechseln, Christine fuhr mit ihren Turnschuhen. Genau die Zeit die ich beim Wechsel brauchte fuhr sie immer im gleichen Abstand vor mir. Von hinten fuhr ein Mann an mich ran, der in meinem Windschatten blieb. Nur an Kurven oder in der kurzen technischen Passage konnte ich mich kurz absetzen, aber er kämpfte sich wieder ran. In der zweiten Runde fuhr mein Windschatten auch mal vor - er hatte auch nur eine Art Trekkingrad und fuhr mich an Christine ran. Wahnsinn, wie schnell sie fahren konnte, obwohl sie nur Turnschuhe anhatte. Mein Plan war, mich in ihrem Windschatten auszuruhen, um Kraft fürs Laufen zu sparen, aber sie meinte, ich solle halt vorbeifahren (mein Freilauf war aber auch laut...). In einer Kurve konnte ich mich kurz absetzen und ich versuchte mir ein bisschen Vorsprung zu verschaffen, aber sie fuhr wieder ran. An der letzten Kurve überholte ich sie innen und sprintete Richtung Wechselzone. Jetzt musste ich wieder Schuhe wechseln. Christine warf einfach nur ihren Helm weg und schon war sie weg.

Auf der Laufstrecke war wieder mein Windschatten von der Radstrecke da. Ich hängte mich an ihn ran - oh Mann fühlte sich das komisch an, ich spürte jetzt wieder meine Muskelverhärtung am linken Bein und dachte ich komme nicht vom Fleck. Aber ich konnte mich an Peter halten. Beim Gegenwind lief ich schön versetzt hinter ihm, wie ich das vom Radfahren kenne, auch die Kurven schnitt ich, um jeden Meter zu sparen. Wir liefen wirklich das gleiche Tempo, es gab nur kurzzeitig Nuancen, wo ich meinte schneller laufen zu können, aber das war im nächsten Moment wieder hinfällig und ich kämpfte. Christine sah ich noch am Wendepunkt entgegenlaufen. Die andere Marathon-Christine hatte ich auf dem Rad frühzeitig überholt - sie war weit weg - ich lag also auf Position 2. Und so liefen wir auch die zweite Runde und zum Schluss wurde noch das Tempo angezogen und Peter ließ mich vorbeiziehen. Im Ziel legte ich mich sofort auf den Boden - so fertig war ich schon lange nicht mehr.

Erstauntes Lachen beim Loslaufen - der erste sprintete, als wäre es ein 100m-Lauf...




Mein Sohn nahm mich völlig fertig in Empfang - im Bild rechts: Peter, den ich kurz vor dem Ziel noch hinter mir ließ. Leider stellte sich heraus, dass er mich hat gewinnen lassen. Leicht hat er es mir wirklich nicht gemacht. Dafür ist er auf dem Rad Anschlag gefahren :-)


Es war auf jeden Fall genial - wiederholungsbedürftig. Evtl. gibt es sowas nochmal im September / Oktober - also heißt es: dranbleiben!

3 Kommentare:

  1. ganz toller Bericht. Das hat sicher riesig Spaß gemacht. Super dass deine ganze Familie integriert ist. Nächstes mal solltest du auch nur ein paar Schuhe verwenden.

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  2. Ja, das nächste Mal gibt's nur Turnschuhe! Und mein Lauftraining müsste ich noch intensivieren, wenn ich auf meine 10 Jahre ältere Freundin Christine aufschließen will...

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  3. Hallo Schneeflocke, schöner Bericht. Solche Wettkämpfe machen großen Spaß, wenn sie auch immer sehr anstrengend sind. Dass der Peter dich hat gewinnen lassen, ist eigentlich ein toller Zug.
    Auf dem vorletzten Bild kann man sehen, dass du fliegen kannst.

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