Sonntag, 20. April 2014

Karwoche

In der Karwoche ließ ich es auch wieder locker angehen. Meine gute Form lässt Raum zum Schludern ;-) Das Wetter war auch nicht sehr motivierend - viel Wind und Christine ist in den Ferien immer mit der Kinderaufsicht eingespannt.

Am Gründonnerstag Abend ging ich das erste Mal auf eine Kräuterwanderung mit Radfreundin Moni. Ich habe sie mit meinen Smoothie-Aktivitäten letztes Jahr wohl angesteckt und sie kennt sich inzwischen schon recht gut wenn nicht besser aus. Es gab dann auch ein Buffet mit Gründonnerstagssuppe aus diversen Kräutern, Spitzwegerichsemmeln, Frischkäse mit Löwenzahnblüten, falsche Kapern aus Löwenzahn- und Bärlauchknospen, Brennesselbutter, Gierschlimonade usw.


Sowas würde ich mir dann lieber frisch zubereiten, statt getrocknet zu kaufen.


So sieht also der Wiesenbärenklau aus - enthält viel Vitamin C!


Was war das nochmal? Da müsste ich schon wieder nachschauen... Darf man aber sowieso nicht mehr essen, weil die Blätter nach der Blüte ungenießbar werden - also nächstes Jahr wieder...



Als Besitzerin eines Hochleistungs-Smoothie-Bereiters war diese Wanderung längst überfällig. Moni und ich haben uns Ende Mai zur nächsten Wanderung angemeldet. Mal sehen, was bis dahin alles wächst.

Zum Sport:

Ich schaffte es gerade mal am Karfreitag Abend noch schnell meinen 4,4km-Verlegenheits-Lauf in Angriff zu nehmen, nachdem ich 9 Tage nicht gelaufen bin. Wir hatten Karfreitag früh Besuch aus Bochum bekommen von Kai und Sonja. Kai haben wir mal auf einer Radreise in Patagonien/Chile kennengelernt und unternahmen auch eine weitere mit ihm im Himalaya. Die Freundschaft ist geblieben, auch wenn man sich nicht oft sieht oder spricht, man versteht sich gleich immer wieder. Mit Sonja hat Kai eine Frau gefunden, mit der er seine Radreisen zusammen machen kann und so unternehmen beide jedes Jahr eine größere Tour meistens weit weg von Europa. Im Dezember/Januar waren sie erst auf Radreise in Thailand.
Es regnete ziemlich viel am Karfreitag bei uns und so war Zeit für ein ausgedehntes gemeinsames Frühstück. Jürgen ging mit Ole und den beiden nach dem Frühstück nach Nürnberg in die Felsengänge - eine 1,5 Stunden lange Führung. Obwohl es so lang dauerte, war Ole sehr interessiert und wurde nicht ungeduldig. Auch oder gerade für die Erwachsenen war es sehr interessant. Ich blieb zu Hause und bereitete das Abendessen vor - gar nicht so einfach Low Carb UND vegetarisch zu kochen. Hinzu kommt auch noch, dass Kai seit seinem 16. Lebensjahr keinen Tropfen Alkohol trinkt... Es kamen dabei Strangola Preti (Spinatklöße) heraus - äußerst lecker mit Salbeibutter und Parmesan. Vorher rießiger Salatteller, danach Käse und die Restbrötchen vom Morgen. Ich mache immer drei Kreuze, wenn alle satt sind ;-)


Am "Ostersamstag" lösten wir einen Babysitter-Gutschein bei Freundin Moni ein und somit konnten wir mit unseren Stadtbesuchern aus Bochum mal aufs Land in die Fränkische Schweiz fahren. Die verkehrsreiche An- und Abfahrt bis Kalchreuth ersparte ich mir und fuhr mit dem Auto hin. Ich war gespannt, wie meine Form nach einer Woche Radabstinenz so war... Gut! :-) Ausgeruht und fit schaffte ich alle Berge in einem von mir als mehr als fit befundenen Tempo. Das muss wohl auch mit daran liegen, dass ich den Winter über so fleißig gelaufen bin, und vor allem die harten Sonntag im Stadtwald mit Katja haben sicherlich einen großen Anteil daran!
Die Kirschblüte war immer noch beachtlich, wenn auch nicht mehr ganz so stramm. Wusstet Ihr, dass 70% der Kirschen in Deutschland aus der Pretzfeld und Umgebung in Fränkischen Schweiz kommen? Unsere Ruhrpott-Besucher waren sehr begeistert: "wie Urlaub ist das hier" :-) Seht selbst:


Lillinger Höhe






Kilometerleistung: 100km (bei mir), 155km für Jürgen, Kai und Sonja
Höhenmeter: 1700 (bei mir), 2000 für die anderen
Schnitt: 24,2
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Nachdem Ole die Wochentage noch nicht bewusst "erlebt" verlegten wir das Eiersuchen vom Ostersonntag auf Ostermontag. Auch die Oma hatte am Ostersonntag nur begrenzt Zeit. Die begrenzte Zeit nutzten wir dann nochmal, um den Bochumern unsere schöne Gegend zu zeigen und fuhren mit ihnen zu unserem 40km entfernten Weinberg. Das Wetter war wieder traumhaft. Überhaupt schien Franken am Osterwochenende enorm begünstigt gewesen zu sein! Wir sind hier aber auch ein trockenes Eck! Ich war gespannt, wie ich die Ausfahrt nach den gestrigen 100km überstehe. Die Beine waren erstaunlich frisch und auch die Kraft an den Anstiegen war da nur auf der Ebene schnell kurbeln war nicht mehr drin - da habe ich immer das Gefühl, das Laktat wird herumgeschleudert ;-) Der Wind war heute sehr stark aus Ost und somit wurden wir zum Weinberg geblasen.





Heimwärts war dann schon eine ganz schöne Quälerei. Die Jungs ließen uns Mädels zum Teil an den Anstiegen im Wind stehen, ich versuchte im Windschatten von Sonja zu bleiben und bloß nicht abreißen zu lassen, um dann voll im Wind fahren zu müssen - mental eine totale Herausforderung! Sonja kurbelte ihr Tempo, dass ich glücklicherweise halten konnte, aber diese Frau muss eine 10-Liter-Lunge haben, jedenfalls hörte ich sie kein bisschen schwer atmen! Im Gegenzug bewunderte sie meine Anstrengungen, so weit würde sie nie gehen. Aha, aus dieser Frau wäre viel mehr rauszuholen, aber sie will sich nicht so sehr anstrengen!!! Das trifft meiner Meinung nach auf ca. 85% der Frauen zu - die wenigsten können den letzten Rest geben. Bei den Männern ist das eher anders herum. Das muss an irgendwelchen Hormonen oder Erbgutanlagen liegen...

Jedenfalls habe ich diese Ausfahrt auch irgendwie überstanden, aber ich sage Euch, dass waren meine härtesten 2 Ausfahrten an einem Wochenende in den letzten 7 Jahren! Und das soll was heißen!

Kilometerleistung: 85km
Höhenmeter: 1100hm
Schnitt: 27,0

1 Kommentar:

  1. Mensch seid ihr aktiv, da schäme ich mich richtig mit meinen paar Harz-Wanderungen. Ich glaube beim Radfahren könnte ich euch nicht folgen... Übrigens - mit deinen Kräuter-Kenntnissen wärst du sicher im Harz als Hexe verbrannt worden ;-)

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